Sie geben sich richtig Mühe mit Ihrem Geschäft. Der Verkaufsraum innen ist total stimmig, Ihre Ware ist hochwertig, Ihre Beratung überzeugt, und trotzdem kommen zu wenige Kunden ins Geschäft. Der Umsatz ist nicht ausreichend oder bleibt gänzlich aus.

Der Grund ist oft einfacher, als Sie denken:

Ihr Schaufenster entscheidet, ob jemand stehen bleibt – oder weitergeht.

Viele Händler unterschätzen genau diesen Moment. Dabei ist die Schaufenstergestaltung Ihre erste Kommunikation mit dem potenziellen Kunden und somit die wichtigste Kommunikation nach außen.

Mein Name ist Brigitte Ordo. Ich bin ShopCoach und sorge dafür, dass meine Kunden mit Freude und Spaß ihr stationäres Geschäft zum Erfolg führen. Klein, fein und persönlich.

In diesem Artikel gebe ich Ihnen konkrete Tipps zum Thema Schaufenstergestaltung und worauf Sie achten sollten. Ich gebe Ihnen Anleitung, wie Sie Ihr Schaufenster gut gestalten, damit es wirklich wirkt und zum Kundenmagneten wird.

#1 Der erste Eindruck entscheidet in Sekunden

Ich bin täglich unterwegs, um neue Geschäfte zu entdecken und um meine Shopbesitzer in den Stores zu coachen.

Dabei gehe ich an sehr vielen Schaufenstern vorbei, aber wie viele sehe ich mir genauer an – ganz ehrlich?

An den meisten gehe ich wirklich vorbei und bleibe nicht stehen. Nicht, weil die Produkte schlecht sind. Sondern weil mir das Schaufenster keinen Grund gibt, stehen zu bleiben.

Oft sehe ich:

  • unklare Warenpräsentation
  • zu viele Produkte
  • schlechte Beleuchtung 
  • alte oder beschädigte Schaufensterfiguren
  • veraltete Dekoration
  • verwelkte Frischblumen

Und dann passiert genau das: Der Kunde reagiert einfach nicht darauf.

Ihr Schaufenster ist nicht nur „Dekoration“. Es ist Ihr stärkstes Marketing-Tool. Noch bevor jemand Ihren Store betritt, fällt eine Entscheidung:

„Gehe ich hinein – oder nicht?“ Wenn Ihr Fenster dunkel ist, unaufgeräumt wirkt und keine klare Botschaft hat, dann verlieren Sie potenzielle Kunden bereits auf der Straße VOR Ihrem Shop.

Das passiert häufiger, als man denkt. Selbst wunderschöne Stores bleiben leer, weil außen nichts überzeugt und neugierig macht.

Das Spannende: Viele Händler merken das gar nicht, weil sie die Wirkung des Schaufensters auf Passanten nicht erkennen und somit massiv unterschätzen.

#2 Weniger ist mehr: So gelingt Ihr Schaufensteraufbau

Viele Händler machen einen entscheidenden Fehler: Sie zeigen viel zu viel.

Weil sie so vieles haben, das sie zeigen möchten.

Doch genau das schwächt die Wirkung.

Ein guter Schaufensteraufbau ist:

  • klar strukturiert
  • fokussiert
  • ruhig

Stellen Sie sich Ihr Fenster wie eine Bühne vor: eine Hauptrolle. Kein Durcheinander.

  • je nach Schaufenstergröße 1–3 Outfits oder Produkte pro Fenster 
  • reduzierte Schaufensterdekoration
  • klare Blickführung

Eine Schaufensterpuppe/ein Torso oder Warenträger mit Produkten reicht oft völlig aus. Ihre Ware soll wirken, im Fokus stehen und nicht untergehen.

Geben Sie der Ware den notwendigen Raum!

Und keine Sorge, dass sie die anderen Waren nicht zeigen: Wenn das EINE Element Aufmerksamkeit erregt, wirkt das anziehender, als wenn sie ihr ganzes Warensortiment zeigen.

#3 Das richtige Licht macht den Unterschied

Einer der am meisten unterschätzten Faktoren: das richtige Licht.

Ich sehe häufig, dass Spots, die ins Leere strahlen, oder gar defekt sind und Produkte somit im Schatten stehen.

Kein Wunder, dass Passanten nicht stehen bleiben und das Schaufenster anschauen. Das Licht lenkt die Aufmerksamkeit auf Ihre Ware, rückt sie ins rechte Licht und lässt sie strahlen. Ihre Produkte stehen im Mittelpunkt – nicht die Seiten – oder Rückwände.

  • Spots gezielt auf Produkte ausrichten
  • Helligkeit regelmäßig prüfen (auch abends!)
  • moderne LED-Technik einsetzen

Das verändert die Wirkung Ihres Stores sofort und er wird gesehen. 

#4 gezielt Kaufimpulse schon im Schaufenster setzen

Ihr Schaufenster kann mehr als nur gut aussehen, denn es kann aktiv verkaufen.

Ein mit Konzept gezielt gestaltetes Fenster:

  • zeigt Bestseller
  • präsentiert Highlights
  • setzt Preisimpulse

So lösen Sie gezielt Kaufimpulse aus. Gezielt ins Geschäft locken ist hier der Fokus. 

#5 Schaufensterwechsel – wann soll gewechselt werden?

Ein entscheidender Faktor: Regelmäßigkeit. Viele erfolgreiche Händler wechseln ihr Schaufenster alle 1–2 Wochen, spätestens jedoch monatlich.

Ein häufig aktualisiertes Schaufenster zeigt Aktivität, wirkt moderner und zieht mehr Aufmerksamkeit auf sich. Wenn sich nichts verändert, wird es für Passanten, aber auch Ihre Kunden schnell „unsichtbar“.

Meine Erfahrung zeigt, dass etwa ein Drittel der Geschäfte wöchentlich die Schaufenster wechselt. Das ist sehr gut. Die meisten aber nur alle 14 – 16 Tage und manche maximal monatlich oder alle 6 Wochen.

Der regelmäßige Schaufensterwechsel in kurzen Intervallen ist für Sie als Einzelhändler ein Vorteil, den es zu nützen gilt. Sie können situationsbezogen flexibel reagieren gegenüber den Ketten und großen Handelskonzernen.

Und jetzt ehrlich:

Wann haben Sie Ihr Schaufenster zuletzt verändert?

#6 Schaufenster gestalten Trends: Was wirklich funktioniert

Trends kommen und gehen. Aber eines bleibt: Emotion schlägt Perfektion.

Modern gestaltete Schaufenster signalisieren Aktivität und ziehen Aufmerksamkeit an. 

Wie Sie Interesse wecken und was aktuell gut funktioniert:

  • Storytelling im Fenster
  • klare Farbkonzepte
  • reduzierte Schaufensterdekoideen
  • besondere Eyecatcher

So überraschen Sie Passanten und machen Sie bereits VOR dem Geschäft neugierig. Das Schaufenster wird zum Kundenmagneten. 

#7 Vom Schaufenster zum Verkauf

Hier liegt ein oft übersehener Punkt: Das Schaufenster bringt potenzielle Kunden in den Store. Potenzielle Kunden werden aber nur zu zahlenden Kunden, wenn sich auch im inneren Verkaufsraum ein stimmiges Bild zeigt.

Abgesehen von einer guten Kundenberatung, steckt hier enormes Potenzial. Wenn Ihr Innenraum nicht mithält, verschenken Sie Umsatz.

Deshalb habe ich etwas für Sie:

„Visual Merchandising als Verkaufsbooster im Einzelhandel – 8 Impulse für mehr Verkäufe“

Damit Sie sofort sehen, was in Ihrem Store möglich ist, zeige ich Ihnen im Guide:

  • wie Sie gezielt mehr verkaufen
  • wie Sie Ihren Verkaufsraum optimal nutzen
  • wie Sie Produkte wirkungsvoll präsentieren

Und wenn Sie Ihren Store gezielt weiterentwickeln möchten:

Ihr Schaufenster entscheidet über Ihren Umsatz

Sie entscheiden mit Ihrem Schaufenster, ob Ihr Geschäft wahrgenommen wird, Sie im Gedächtnis bleiben und Passanten zu potenziellen und zahlenden Kunden werden.

Ich zeige Ihnen konkret, wo Potenziale liegen – und wie Sie diese sofort nutzen können.

Brigitte Ordo – Ihr ShopCoach für mehr Umsatz, Struktur & Freude am Verkaufen

Was ist wichtiger: Schaufensterdekoration oder Ware?
Ganz klar: Die Ware steht im Mittelpunkt. Die Schaufensterdekoration soll Ihre Produkte unterstützen – nicht überdecken. Zu viel Deko lenkt ab und verwirrt. Setzen Sie lieber auf eine klare, reduzierte Gestaltung mit einem starken Fokus auf wenige Produkte.

Ist eine Schaufensterfigur zwingend notwendig?
Nein, nicht unbedingt. Eine Schaufensterfigur kann hilfreich sein, vor allem im Fashion-Bereich. Aber auch alternative Präsentationen funktionieren sehr gut:

  • Torsos (zeitlos und günstiger) 
  • besondere Möbelstücke
  • kreative Produktinszenierungen 
  • Wichtig ist nicht die Figur selbst – sondern wie gut Sie Ihre Produkte in Szene setzen.

Sagt man Schaufenster oder Auslage?
Das Schaufenster wird im Osten Österreichs bzw. vorrangig in Wien umgangssprachlich als Auslage bezeichnet. Gemeint ist aber ein und dasselbe.

Im Duden findet man folgendes dazu: in der deutschen Sprache wird „Schaufenster“ verwendet, um die Fenster zu beschreiben, die in den Geschäften angebracht sind, während „Auslage“ oft für die sichtbare Warenpräsentation in diesen Fenstern verwendet wird.